Ökologisch angebaute Lebensmittel sind im Kommen

Dass die Deutschen ihre Bio-Lebensmittel lieben, ist keine Neuheit mehr. Es wird viel Wert auf unbehandeltes Gemüse und Obst gelegt und das Fleisch darf auch nur von glücklichen Kühen und Schweinen kommen. Die Nachfrage nach ökologisch angebauten Lebensmitteln ist bombastisch und der Markt hat sich auf die Wünsche der Kunden eingestellt. Von Bio-Läden, Supermärkten bis hin zu Discountern, alle bieten Bio-Produkte an. Einzig und allein den Bauern fällt die Umstellung schwer. Aufgrund dessen werden aktuell 45 Prozent des Gemüsebedarfs aus dem Ausland transportiert.

Das Landwirtschaftsministerium von Nordrhein Westfallen hat auf die Schwierigkeiten der Landwirte in ihrem Bundesland reagiert und Umstellungshilfen für den Öko-Bau angeboten. Ein Gemüsebauer erhält 1.200 Euro pro Hektar für den Anbau. Bei Dauerkulturen kann er mit 1.404 Euro rechnen. In NRW werden 68.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Bauern von insgesamt 36.000 Hektar sind gerade dabei ihren Anbau umzustellen.

In einer Nachfrage bei den Landwirten kam heraus, dass auch sie mit dem Öko-Anbau sehr zufrieden sind. Für manche hat sich die Umstellung sogar finanziell gelohnt. Ein Bauer mit 40 Kühen und rund 240.000 Kilo Bio-Milch im Jahr meint, dass es ohne die richtige Einstellung jedoch nicht geht. Man müsse mit ganzem Herzen bei der Sache sein und extensiv wirtschaften können.

Wenn sich ein Betrieb auf den ökologischen Anbau einlässt, verpflichtet er sich mindestens fünf Jahre auf diese Art und Weise zu produzieren. Er muss zertifizierte Futtermittel benutzen, die fast doppelt so teuer sind wie herkömmliche. Das Saatgut und alle Produkte sowie die Weiden werden regelmäßig kontrolliert. Die Bauern müssen für alles Bio-Zertifikate vorgelegen. Das erfordert viel Arbeit, Disziplin und Wissen. Doch dafür erhalten die Bauern Hilfen aus finanziellen Förderprogrammen. Insgesamt lohnt sich die Umstellung für die Landwirte, aber auch für die Verbraucher.

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