Mehr Geld für die Bio-Landwirtschaft

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Streit gibt es in der EU über die Verteilung der Gelder: Zunächst sollten die Subventionen zu Gunsten der neuen EU-Länder in Mittel- und Osteuropa umverteilt werden. Nach einem massiven Protest von Deutschland und Frankreich, die seit Jahrzehnten schon am stärksten gefördert werden, verwarf die EU – Kommission aber diese Pläne. Der Geschäftsführer der estnischen Agrar – Kammer, Roomet Sormus, will sich damit aber nicht zufrieden geben: Dass sein Land auch zukünftig drei Mal weniger Geld als der EU – Durchschnitt bekommen soll, findet er unfair. Hauptagrumente der EU für die ungleiche Verteilung sind die schwankenden Lohnniveaus und Lebenshaltungskosten zwischen Ost und West.
Neu ab 2014 wird eine Obergrenze von 300.000 Euro pro Betrieb und Jahr sein: Verlierer sind dabei vor allem die Großbetriebe im Norden Deutschlands, kleinere Betriebe sind davon nicht betroffen. Außerdem sollen die Bauern jünger werden: Wer jünger als 40 Jahre ist und einen Betrieb übernimmt, soll in den ersten fünf Jahren 25 Prozent mehr Fördergelder als der Durchschnitt erhalten. Außerdem sollen mindestens drei verschiedene Pflanzen kultiviert werden, von denen keine mehr als 70 Prozent der Gesamtfläche ausmachen soll. Sieben Prozent des Agrarlandes soll künftig als ökologische Schutzzone frei bleiben.