Mehr Geld für die Bio-Landwirtschaft

© Stefan Körber - Fotolia.com

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Die Bio – Landwirtschaft soll künftig von der Europäischen Union noch stärker als bislang gefördert werden: Ab 2014 sollen im Zuge einer Reform der europäischen Agrar- Politik 30 Prozent der Direktzahlungen für Öko – Bauern ausgezahlt werden. Damit werden Maßnahmen wie die Erhaltung von Dauergrünland oder einer bodenschonenden Diversifizierung der angebauten Pflanzen immer attraktiver für Europas Landwirte. Der Topf, den die EU für die Förderung der Landwirtschaft bereit hält, ist riesig: Fast jeder zweite Euro fließt in die Taschen der Bauern. Damit macht die EU – Förderung zwischen 50 und 60 Prozent der Einnahmen der deutschen Landwirte aus. Ab 2014 sollen erneut stolze 435,4 Milliarden Euro für die Bauern bis zum Jahr 2020 bereit gestellt werden. Statt 5,4 Milliarden jährlich wie derzeit stehen dann knapp 5,2 Milliarden Euro pro Jahr für die deutschen Landwirte zur Verfügung.

Streit gibt es in der EU über die Verteilung der Gelder: Zunächst sollten die Subventionen zu Gunsten der neuen EU-Länder in Mittel- und Osteuropa umverteilt werden. Nach einem massiven Protest von Deutschland und Frankreich, die seit Jahrzehnten schon am stärksten gefördert werden, verwarf die EU – Kommission aber diese Pläne. Der Geschäftsführer der estnischen Agrar – Kammer, Roomet Sormus, will sich damit aber nicht zufrieden geben: Dass sein Land auch zukünftig drei Mal weniger Geld als der EU – Durchschnitt bekommen soll, findet er unfair. Hauptagrumente der EU für die ungleiche Verteilung sind die schwankenden Lohnniveaus und Lebenshaltungskosten zwischen Ost und West.

Neu ab 2014 wird eine Obergrenze von 300.000 Euro pro Betrieb und Jahr sein: Verlierer sind dabei vor allem die Großbetriebe im Norden Deutschlands, kleinere Betriebe sind davon nicht betroffen. Außerdem sollen die Bauern jünger werden: Wer jünger als 40 Jahre ist und einen Betrieb übernimmt, soll in den ersten fünf Jahren 25 Prozent mehr Fördergelder als der Durchschnitt erhalten. Außerdem sollen mindestens drei verschiedene Pflanzen kultiviert werden, von denen keine mehr als 70 Prozent der Gesamtfläche ausmachen soll. Sieben Prozent des Agrarlandes soll künftig als ökologische Schutzzone frei bleiben.

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