Gartenarbeit ohne Probleme

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Was die jüngere Generation oftmals argwöhnisch beäugt, ist in seiner grünen und gesunden Form den Älteren unter uns meist noch lebhaft aus der Kindheit bekannt.
Das stellte auch Ursula Müller-Lieberz fest, die seit nunmehr 20 Jahren in der sozialen Betreuung in einem Altenzentrum tätig ist. Der Sozialarbeiterin und Kunsttherapeutin fiel auf, dass der Garten und alles, was er mit sich bringt, ein beliebtes Thema unter ihren bejahrten Schützliingen ist. Für viele von ihnen war der eigene Garten viele Jahre lang ein fester Bestandteil des Lebens und wurde mit Liebe gepflegt. Wo für den einen der hübsche Vorgarten bedeutend war, machten sich andere den Boden zu eigen, um ihre Küche mit gesunden Schätzen auszustatten. Auch von ihrer Mutter kennt Ursula Müller-Lieberz diese Leidenschaft, musste aber feststellen, dass es ihr im Alter immer schwerer viel, sich an den Blumen zu erfreuen und diese in gebückter Haltung ausreichend zu pflegen.
Das brachte sie auf die Idee von sogenannten Hochbeeten, die den älteren Gartenliebhabern dabei helfen sollen, mit ihren Pflanzen stets auf Augenhöhe zu sein. Mehrere Gitterboxen befinden sich übereinander, wobei die erste stets mit Erde befüllt werden kann. Das soll die Natur auch auf Balkon und Terasse holen und ebenso Senioren mit Rollstühlen oder Rollatoren zugänglich gemacht werden.
Und die Arbeit in und an der Natur mit der Begeisterung aus jüngeren Jahren, scheint in der Tat etwas erfrischendes und lebensbejahendes für die Senioren zu sein. So berichtet Helmut Schwarting zu seinem 80. Geburtstag, immernoch agil und aktiv, vor allem die Arbeit und das nicht still Stehen, seien die Dinge, die jung halten. Zu dieser Arbeit zählte in den vergangenen fünfzig Jahren vor allem der Garten. Auch heute noch hält er sich damit beschäftigt und liebt die Stunden im Grünen.





